Ausgangslage

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Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema für die zukünftige Entwicklung der Immobilienwirtschaft: Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bestimmt seit Jahrzehnten in wachsendem Maße das gesellschaftliche Handeln von Politik, privaten Haushalten, Unternehmen und NGOs bis hin zu den Akteuren der Kapitalmärkte. Stakeholder fordern ein entsprechendes Engagement von den bedeutenden Wirtschaftsbranchen. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf der Immobilienwirtschaft mit ihrem großen Ressourceneinsatz und -verbrauch. Durch nachhaltiges Wirtschaften bietet sich für die Immobilienwirtschaft die Chance, sich in ihrer Verantwortung als einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige zu positionieren und ihr Image dauerhaft positiv zu beeinflussen sowie für die Unternehmen die Chance, Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten und über Glaubwürdigkeit und Engagement die Lizenz zum Handeln abzusichern.

Ein Ergebnis der Nachhaltigkeitsdiskussion der letzten Jahre ist die bewusste Übernahme sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen. Allerdings sind gerade in der Immobilienwirtschaft viele Firmen noch auf sich alleine gestellt und die Frage nach dem unternehmerischen Nutzen kann selten konkret beantwortet werden.

Die Initiative Corporate Governance der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG, www.immo-initiative.de) arbeitet seit über 12 Jahren an den Themen „nachhaltige Unternehmensführung“, „Wertemanagement“ und „Compliance“. Über 60 führende Unternehmen der Branche als Firmenmitglieder sowie viele Führungspersönlichkeiten als persönliche Mitglieder haben über die Jahre Standards geprägt, die über Veranstaltungen, wie „The German Real Estate Summit“, die „ICG Real Estate Board Academy“ etc. umgesetzt werden. Die ICG kooperiert eng mit dem Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA). In der Zusammenarbeit mit diesem vertritt sie u.a. die Themen „nachhaltige, werteorientierte Unternehmensführung“, „Corporate Governance“, „Wertemanagement“ und „Compliance-Management“.

Der ZIA ist der Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft und vertritt die Branche im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). Er hat auf der Grundlage der geleisteten Vorarbeit der ICG – gemeinsam mit führenden Mitgliedsunternehmen und unterstützt durch den internationalen Experten Herrn Prof. Dr. Dr. F. J. Radermacher, Mitglied des Club of Rome – den ZIA-Nachhaltigkeitskodex erarbeitet.

An den ökologischen und ökonomischen Umsetzungsprogrammen hierzu wird bereits aktiv gearbeitet. Nun standen ICG und ZIA vor der Aufgabe, für und mit ihre(n) Mitgliedsunternehmen im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes den Bereich der sozialen/gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (CSR im engeren Sinne) und dessen Nutzen zu operationalisieren, um die mittlerweile aufgebaute Erwartungshaltung mit einem nächsten Entwicklungsschritt zu rechtfertigen.

Die ICG trug hierbei die organisatorische Verantwortung und hat die Federführung hierzu übernommen, der ZIA unterstützte und begleitete die gemeinsame Initiative.